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Konstruktiver Umgang mit Ressourcen: So wird dein Hund entspannt beim Teilen

Du hast einen Hund, der findet, seine Ressource gehört nur ihm

Weisst du was? Da hat er im Prinzip sogar Recht! Eine Ressource für sich zu beanspruchen, ist erst mal ein normales hündisches Verhalten.
Bereits im Welpenalter lernen die Hunde, dass man sich für etwas einsetzen kann, das man für sich haben möchte. Das könnt ihr in jedem Rudel beobachten. Was ihr zudem beobachten könnt, ist, dass Hunde Ressourcen auch miteinander teilen. Es kommt immer darauf an, wie wichtig die Ressource für den Hund gerade ist. Merke dir: Eine Ressourcenaggression kann in jedem Alter auftreten. Deshalb gilt, von Anfang an einen freundlichen Umgang mit deinem Hund zu pflegen, wenn er etwas für sich haben möchte. Es lohnt sich!

In den folgenden Videos erfährst du wichtiges Hintergrundwissen zur Ressourcenverteidigung und wie du am besten präventiv dafür sorgst, dass das Problem gar nicht erst zum Tragen kommt. Dazu gehört:

  • Deinen Hund vor allem in Ruhe fressen zu lassen und nicht das Wegnehmen der Ressource zu exerzieren.
  • Einen ruhigen Ort für deinen Hund einzurichten, wo er ungestört fressen kann.
  • Keine Drillübungen am Futternapf abzuhalten.
  • Deine Annäherung positiv zu verknüpfen.
  • Nicht als ersten Schritt mit dem Tauschen zu beginnen, sondern zuerst eine freudige Erwartung aufzubauen, wenn du dich annäherst.
  • Etwas sehr Gutes dazuzulegen oder je nachdem zu werfen, wenn du dich annäherst.
  • Deinen Hund nicht über Futterverknappung zu bestrafen.
  • Das Futter kommt auch ohne Gegenleistung zuverlässig. Bitte keine «Der-Hund-muss-für-sein-Futter-arbeiten-Geschichten».

Woran erkennst du, dass dein Hund Ressourcen sehr wichtig findet oder gar verteidigt?

Wichtig zu wissen:

In diesem Beitrag geht es primär um Futterressourcen. Es können aber auch andere Objekte sein, die deinem Hund wichtig sind, beispielsweise ein Ball, ein Ast oder ein Schuh, den er im Haus weggefunden hat. Was für deinen Hund zur Ressource wird, definiert er:

  • Dein Hund legt sich so hin, dass er die Ressource mit seinem abgewandten Körper abschirmt.
  • Dein Hund versteift sich, wenn du dich ihm näherst, während er mit einer Kaustange beschäftigt ist.
  • Dein Hund hört bei deiner Annäherung auf zu kauen, behält die Ressource UND dich im Blick.
  • Dein Hund setzt eine Pfote auf die Ressource.
  • Dein Hund bewegt die Rute angespannt hin und her.
  • Dein Hund fixiert dich und hält dich dadurch auf Distanz.
  • Dein Hund schaut so zu dir hoch, dass du das Weisse in den Augen siehst.
  • Dein Hund knurrt oder zeigt dir die Schneidezähne bei verkürzter Maulspalte.
  • Dein Hund trägt seine Ressource in Sicherheit.
  • Dein Hund duckt sich über der Ressource und wird angespannt in der Körperhaltung.

Wie du die Ressourcenverteidigung verschlimmerst

Das geschieht sehr schnell, wenn du deinen Hund schimpfst, sobald er dich anknurrt. Einen auf Chef zu machen, ist sehr kontraproduktiv. Weiter ist es äusserst ungünstig, deinem Hund die Ressource gewaltsam wegzunehmen. Ausserdem ist es sehr problematisch, mit Ressourcenverknappung zu reagieren, weil die Ressourc für deinen Hund dann noch wichtiger wird.

Auch wenn du kurzfristig Erfolg hast, wird dein Hund sich das merken und sich beim nächsten Mal einfach noch vehementer für seine Ressource einsetzen.

Weitere spannende Blog-Beiträge zu diesem Thema:

Umgang mit Ressourcenverteidigung bei Welpen und Junghunden

Wie dein Hund bei deiner Annäherung an seine Ressource entspannt bleibt

Weshalb Ressourcenverknappung absolut keinen Sinn macht!


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  • Einzel-Coaching als Erfolgsmodell
  • Enge Begleitung während unserer Zusammenarbeit
  • Im Alltag unterwegs, dort wo euer Leben stattfindet
  • Bedürfnisorientiert und belohnungsbasiert