Jedes Lebewesen ist es wert, in Freundschaft zu leben
Ein Aufwachmorgen mit Hunden
Heute Morgen beim Aufwachen war meine erste Wahrnehmung ein warmer Hundekörper, der sich an meinen Rücken schmiegt. Pandas präferierte Schlafposition ist, ganz nahe mit Körperkontakt zu liegen. Wendy zieht ihr Bettchen vor, die morgendlichen Kuschelrunden lässt sie sich dennoch nicht entgehen. Kaum sind wir alle wach, schmeisst sie sich mitten hinein in die Runde und lässt sich verwöhnen.
Eine innige Hundegemeinschaft
Während ich langsam in den friedlichen Morgen hineingleite, denke ich an Devi und Leela. Unsere geliebten Hundedamen, die im Jahr 2022 kurz nacheinander verstarben. Devi, Leela und Panda waren eine beinahe unzertrennliche Gemeinschaft. Wo eine sich zum Chillen niedergelassen hatte, fanden sich auch die beiden anderen ein. Am liebsten lagen alle drei zusammen in einem Bettchen und mitten drin Avani, unser verstorbenes Buddha-Katerchen. Auch auf Seminaren rückten die Hundedamen auf einer einzigen Decke zusammen, obwohl noch zwei weitere Liegeplätze zur Verfügung standen.
Weil das Leben endlich ist und so wertvoll
Wieso ich gerade jetzt darüber schreibe? Vermutlich, weil heute Morgen unsere verstorbenen Tiere gerade sehr präsent sind, weil das Leben endlich und wertvoll ist, und wir eingeladen sind, jede einzelne Minute mit unseren Tieren zu geniessen.
Mich berührt es zutiefst, erleben und erfahren zu dürfen, wie verbunden unsere Tiere unter sich und mit uns Menschen sind. Wie sehr sie auf uns reagieren, wie feinfühlend und offen sie uns begegnen. Wieviel Liebe sie uns schenken.
Tiere gehen tiefe Bindungen mit ihren Artgenossen ein
Meine Gedanken wandern weiter zu anderen Tierfamilien, in sich gewachsene Gemeinschaften mit festen Beziehungen und Freundschaften. Pferde und Kühe gehen tiefe Bindungen ein mit ihren Artgenossen in der Herde, genauso wie viele andere Tiere in ihrem Familienverbund. Ich denke gerade auch an die Wölfe, die als Rudel in ihrer Wolfsfamilie mit stabilen Beziehungen leben .
Wenn wir Tiere aus solchen Verbänden herausnehmen, aus welchen Gründen auch immer, entsteht eine grosse emotionale Lücke in diesem Familiensystem. Ich schreibe bewusst «emotional», weil auch Tiere die Fähigkeit haben, um ihre nahestehenden Familienmitglieder zu trauern. Ein fehlendes Tier wird nicht einfach so ersetzt. Die Tiere brauchen Zeit, um sich neu zu orientieren und um Abschied zu nehmen.
Nachher gehen wir zusammen los in die Natur. Es passiert mir noch ab und an, dass ich Devi oder Leela rufe, weil mir die Namen nach all den Jahren so vertraut sind. Panda schaut sich dann kurz um, blickt mich an, und wir verstehen uns. Wendy hat sich daran gewöhnt, dass ich sie ab und zu umtaufe und geht damit sehr locker um .
«Alles Leben dieser Erde ist mit einem anderen, wertvollen Leben verbunden.»
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