Von Hilfssheriffs und Ordnungshütern im Wald
Der Hundemensch ist immer schuld
Heute sind tatsächlich die Pferde mit mir durchgegangen. Ist dir das auch schon passiert? Da wirst du für ein angebliches «kynologisches Vergehen» gemassregelt, obwohl es gar keinen Grund dafür gibt. Einfach, weil dein Gegenüber keine Hunde mag. Ich mag auch nicht alle Menschen und bin im Normalfall trotzdem freundlich.
Mit der Leinenpflicht kommen die Hilfssheriffs
Ich bin geneigt zu sagen: Alle Jahre wieder kriechen mit der Leinenpflicht die selbsternannten Aufseher und Aufseherinnen aus ihren Winterschlafhöhlen, streifen nach einem Konflikt suchend durch die Wälder und lassen ihren Frust an uns Hundemenschen aus.
Mehr als Anleinen geht nicht
Wir waren in einer Schulungslektion, meine Hunde an je einer 10-Meter-Leine auf einem Waldweg auf dem Boden liegend, das Kundenteam etwas weiter weg, der Hund ebenfalls an einer Schleppleine.
Unsere Leinen sind fast erdfarben, da bereits schmutzig vom Hinterherschleppen (daher wohl auch der Name), also für den Hilfssheriff auf seinem Fahrrad offenbar nicht so gut erkennbar.
Nochmals fürs Protokoll: Meine Hunde befinden sich entspannt liegend auf dem Boden!
Wo überwintern bloss all diese Hundephobiker und unzufriedenen Menschen?
Nichtsdestotrotz legt der Waldpolizist gleich sehr unfreundlich los mit seinem «Da ist Leinenpflicht-Ordnungshütergeschwurbel». Ohne zu grüssen, aus der Distanz einfach drauflosmotzend.
Schliesslich sind wir Hundemenschen auf der Welt, um von irgendwelchen Hundephobikern, Misanthropen oder mit sich selbst unzufriedenen Menschen gemassregelt zu werden.
In vollem Galopp zum verbalen Eklat
Was meine eingangs erwähnten Pferde gemacht haben? Einen verbalen Galopp in seine Richtung, heftig, laut und vehement. War nicht gerade meine Glanzleistung des Tages, aber der Oberaufseher ist schliesslich mit seinem Drahtesel auf einem Waldweg entschwunden. Hat offenbar genützt, mal nicht so peaceful zu sein.
Der Wald ist für uns alle da, wenn wir uns achtsam darin bewegen
Ich bin der Meinung, dass alle Lebewesen im Wald ihren Platz finden, dass wir alle aufeinander Rücksicht nehmen dürfen, und dass auch der Respekt uns Hundemenschen und unseren Hunden gegenüber gewahrt werden darf.
Es kann nicht sein, dass wir mit unseren Hunden während der Leinenpflichtzeit die Blitzableiter für generell und im speziellen unzufriedene WaldbegeherInnen sind, zumal wir uns ja an die vorgegebenen Regeln zum Schutz der Wildtiere halten.
In diesem Sinne:
«Wie du in den Wald rufst, kommt es zu dir zurück, zumindest ab und an.»
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