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Tiergestützte Ergotherapie im Alterszentrum mit den hündischen Assistentinnen Panda und Wendy

Tiergestützte Ergotherapie im Alterszentrum
Heute waren wir als Ergotherapie-Team bei einer Klientin im Alterszentrum unterwegs.
Panda als sehr routinierte Ergotherapie-Assistentin auf vier Pfoten und Wendy als Lehrling.
Pandas LehrmeisterInnen waren Devi und Leela, welche mich während 14 und elf Jahren in der Therapie begleitet hatten.
Zuerst ein Nickerchen, dann die Arbeit
Nach der Begrüssung der Klientin, nennen wir sie Frau R., machten beide zuerst ein kleines Nickerchen, während wir uns anderen Aufgaben widmeten.
Es war sehr berührend zu beobachten, wie Frau R. immer wieder schaute, ob die Hunde noch schlafen und ob sie sich wohlfühlen. War das der Fall, schlich sich ein zufriedenes Lächeln in ihr Gesicht: «Den Hunden geht es gut, die fühlen sich hier sehr wohl.»
 
Wie geht «wohlfühlen»?
Wir blieben beim Thema «Wohlfühlen» und überlegten zusammen, was die Hunde wohl brauchen, um sich wohlzufühlen. Woran Frau R. erkennt, dass sich die Hunde wohlfühlen. Um dann im Gespräch die Brücke zu bauen zu Frau R. und zu schauen, was sie braucht, um sich selbst wohl und zufrieden zu fühlen.
 
Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen
Das tönt vielleicht einfach. Für einen Menschen in einem depressiven Zustand ist es jedoch ganz schön schwierig, die eigenen Bedürfnisse überhaupt benennen zu können, geschweige denn wahrzunehmen.
So kamen wir immer wieder über das Bedürfnis der Hunde nach Ruhe, nach Essen, nach Zuwendung, nach sozialem Kontakt auf ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Wir machten sozusagen einen kleinen Umweg über die Hundedamen.
 
Die Cafeteria füllte sich langsam mit Gästen
Während wir uns unterhielten, kamen weitere BewohnerInnen in die Cafeteria. Fast alle, welche die liegenden Hunde bemerkten, traten zu uns an den Tisch.
Natürlich wachten die Hundedamen dabei auf und begrüssten die Menschen freundlich.
 
Ein anregender Austausch entsteht
Im Nu waren alle in einem anregenden Austausch über ihre früheren Haustiere. So schön zu sehen, mit wieviel Freude die Menschen über ihre Tiere sprachen.
 
Während diesen kurzen Gesprächen machten Panda und Wendy die Runde und forderten ihre Streicheleinheiten ein, die grosszügig verteilt wurden.
 
Die Hunde konnten sich in jedem Moment frei entscheiden, zu wem sie hingehen, wie lange sie dort bleiben möchten oder ob sie sich lieber wieder zurückziehen wollen.
 
Nach einer Weile legten sich die Hunde dann wieder hin, während meine Klientin und ich über ihre Kindheit und Jugend auf einem Bauernhof redeten, welche Tiere sie dort hielten und welches ihre Aufgaben im landwirtschaftlichen Betrieb waren.
 
Mit einem Ohr bekam ich mit, dass sich auch die Menschen am Tisch hinter uns angeregt über ihre früheren Hunde unterhielten.
 
Und schon ist die Abschiedsrunde angesagt
Als wir uns dann am Ende unserer Therapiezeit verabschiedeten, durften Panda und Wendy nochmals auf eine kleine Abschiedsrunde.
 
Die positive Wirkung von Tieren auf die Menschen
Ich bin immer wieder sehr berührt, welch positive Wirkung die Anwesenheit von Hunden und natürlich auch von anderen Tieren auf Menschen haben kann. Die Stimmung in der Cafeteria war so positiv durch die alleinige Präsenz der zwei Hundedamen.
 
Keine Zirkusnummern, keine Tricklischau, dafür eine freudige und natürliche Kontaktaufnahme der Hunde mit den Menschen. Und der Menschen mit den Hunden.
 
Herzlich!
Bea mit Panda und Wendy
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