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Die Work-Life-Balance gilt auch für deinen Hund

Wie steht es um die Work-Life-Balance deines Hundes?
In der Menschenwelt ist der Begriff «Work-Life-Balance» in aller Munde. Wir sind aufgerufen, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit möglichst in der Waage zu halten. Am besten etwas mehr Life als Work.
Wenn wir über unsere Grenzen gegangen sind, haben wir die Möglichkeit, uns zu erholen, indem wir in die Ferien fahren oder uns im Gesundheits- oder Wellnessbereich wieder einmitten.

Wie sieht die Work-Life-Balance deines Hundes aus?
Wie schaut das bei unseren Hunden aus mit der Work-Life-Balance? Das ist eine sehr ernst gemeinte Frage. Dein Hund hat nicht die Gelegenheit, sein Köfferchen zu packen und in die Natur zu fahren, um seinen Hobbies nachzugehen oder einfach mal abzuhängen.
 
Hast du dir schon überlegt, wieviel dein Hund tagtäglich leistet, um in seiner ihm artfremden Menschenwelt zurechtzukommen? Gerne zähle ich einige Situationen auf, die für einen Hund anstrengend, um nicht zu sagen mit Stress verbunden sind.
 
Stressige Situationen:
- Auf sein Essen warten, auch wenn er Hunger hat; der Napf kommt erst zu einer bestimmten Zeit, die der Mensch festgelegt hat.
- Mit fremden Hunden vergesellschaftet werden, um zu spielen oder um in der Hundeschule dem Hobby des Menschen nachzugehen.
- Kinder im Haushalt, die unvermittelt zu jeder Tageszeit mit ihm interagieren.
- Alleine zu Hause bleiben; denn auch das ist sehr atypisch für einen Caniden, aus dem Rudel ausgeschlossen zu werden.
- Ohne Ankündigung angefasst werden, weil der Mensch ihn schnell mal bürsten oder etwas aus dem Fell klauben möchte.
- Diverse Handlungen mit und am Hund ohne Ankündigung erdulden.
- Hundehorte mit anderen, nicht dem eigenen Rudel zugehörigen Hunden aushalten.
- Welpengruppen und Junghundegruppe besuchen, in denen sie niemanden auf vier Beinen kennen, besuchen.
- Am Spazierort oder vor der Hundeschule aus dem Auto steigen und keine Zeit haben, die Umgebung zu erkunden. Sofort Fuss exerzieren müssen.
- Hundecoiffeur und Tierarztbesuche ohne entsprechende Vorbereitung durchstehen.
- Von fremden Menschen angefasst werden.
- Schmerzen haben und niemand merkt es.
- Das Futter nicht vertragen und trotzdem jeden Tag davon essen müssen.
 
Die Liste ist alles andere als vollständig. Ich möchte dich dafür sensibilisieren, was dein Hund in seinem Alltag alles erdulden, mitmachen oder mit sich geschehen lassen muss. Wieviel Fremdbestimmung in einem Hundeleben doch stattfindet.

Dein Hund kann sich an vieles zwar gewöhnen ...
Klar, ein Hund gewöhnt sich auch an Situationen oder lernt, damit umzugehen. Trotzdem braucht das sehr viel Energie von ihm. Wir nennen das landläufig Frusttoleranz.
Hast du nun einen Hund mit einem sehr gechillten Gemüt, kann er das möglicherweise besser verarbeiten, als wenn dein Hund eher auf der sensiblen Seite angesiedelt ist.

Welche Möglichkeiten hat DEIN Hund, um seine Work-Life-Balance auszugleichen?
Bitte nimm einen Zettel und einen Stift und schreib dir auf, wie die Life-Balance deines Hundes ausschaut. 
Was darf er für sich tun? Hat er eine Wohlfühloase, wo er ungestört ist? Wie viele Entscheidungen darf dein Hund in seinem Alltag treffen? Hat er enge Hundefreunde? Was ist seine Lieblingsbeschäftigung? etc.

 
In diesem Sinne:

«Panda, Wendy und ich gehen jetzt zusammen in den Wald und lassen die Seele baumeln.»

 
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