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Wir sind alle einer grossen Erdenfamilie zugehörig

«Kein Wesen ist fremd – die Tiere, die Bäume, der Mensch:
alle gehören zur einen Familie des Lebens.»
(Zitat im Geiste von Vasudhaiva Kutumbakam aus der indischen Tradition)

Die Welt der Trennung
Dieses Zitat berührt mich tief in meinem Innern. Wir leben in einer dualen Welt, in der die Grundwahrnehmung des Menschseins auf Trennung, Gegensätzen und Getrenntheit basiert. Wir nehmen unser Dasein durch Unterschiede und Trennung wahr. Das ist die Ebene, auf der der Alltag funktioniert.

Ablenkung und die verlorene Essenz
Wir sind Meister darin, unser Bewusstsein dorthin zu lenken, wo wir den Schatten in uns nicht begegnen müssen. Wir lenken uns ab in einer Welt, die oft mehr Bühne als greifbare Essenz ist. Menschen spielen Rollen, gestalten ihre Szenen und Auftritte nach einem äusseren Drehbuch, anstatt sich dem eigenen Wesenskern zuzuwenden.

Getrennt von der Natur
Wir erfahren und erleben uns abgespalten von der Natur, fühlen uns oft verloren in einer Welt, in der jeder sich selbst am nächsten ist. Wir kaufen Tiere, damit sie unser Leben bereichern. Sind wir auch für sie eine Bereicherung ihres Daseins? Wir teilen Tiere in Kategorien ein, wie Haustiere, Nutztiere, Wildtiere, Labortiere oder Heimtiere. Wir bestimmen, wer es wert ist, zu leben und wer für uns oder für unsere Haustiere sterben muss. Wir sind so weit weg vom eingangs erwähnten Zitat.

Die verlorene Verbindung
Wären uns unsere Mitlebeewesen dieser Erde nicht fremd, würden wir ihnen Sorge tragen. Würden wir uns alle zu einer grossen Erdenfamilie zugehörig fühlen, müssten wir uns nicht im Geiste und in der Tat bekämpfen.

Vielleicht beginnt die Heilung, wenn wir uns wiedererkennen: im Blick eines Tieres, im Atem der Erde, im Herzen der Stille.

In diesem Sinne:
 

«Lass dich im Herzen berühren und verbinde dich mit dem, was wahrhaftig ist.» 

 

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