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Was dein Leben und das deines Hundes nährt und bereichert

Über welche persönlichen Ressourcen verfügt ihr – du und dein Hund?
Im Umgang mit unseren Hunden wird der Begriff «Ressource» oft sehr einseitig verstanden. Es geht dann um den Hund, der eine Ressource für sich beanspruchen möchte, oder um Ressourcen, die der Mensch für den Hund verwalten will. Meist steht dabei die äussere Ressource im Zentrum, auf die Anspruch erhoben wird.
Was bedeutet Ressource?
Die Definition ist jedoch viel breiter gefasst. Eine Ressource ist etwas, das einem Lebewesen, einem Menschen, einem Tier oder einem System zur Verfügung steht und genutzt werden kann, um Bedürfnisse zu befriedigen, Ziele zu erreichen oder Schwierigkeiten zu bewältigen. Allgemein gesagt: Eine Ressource ist etwas Wertvolles, auf das man zurückgreifen kann, um das Leben zu gestalten, Herausforderungen zu meistern oder Wohlbefinden zu fördern.
 
Innere Ressourcen
Dazu gehören zum Beispiel Entspannung, Freude, Dankbarkeit, Gesundheit, Vitalität, Wissen, Erinnerungen oder auch der Glaube.
Äussere Ressourcen
Freunde, Familie, Gemeinschaft, Nahrung, Natur, Kleidung, finanzielle Sicherheit, körperliche Sicherheit und Unversehrtheit gehören dazu.
Zwischenmenschliche Ressourcen
Verlässliche Bindungen, das Gefühl, gesehen zu werden, sich auf jemanden verlassen können, gemeinsam lachen und Freude empfinden sind wichtige Schätze für unser Wohlbefinden.
 
Fragen an dich
Wenn du diese Ressourcenbereiche für dich durchgehst: Wo erkennst du deine eigenen Ressourcen? Kannst du sie benennen? Wovon möchtest du gerne mehr haben? Und wie gelingt es dir in Zukunft, deinen Ressourcenschatz aufzubauen und zu stärken?
 
Ressourcen unserer Hunde
Auch Hunde verfügen über vielfältige Ressourcen. Ganz zentral ist der Aspekt, dass sie wie wir Menschen sehr soziale Wesen sind. Begegnungen, Freundschaften, tragende Beziehungen und tiefe Verbundenheit prägen und stärken ihr Wohlbefinden enorm. Soziale Verbundenheit und Zugehörigkeit sind elementar, um im Innen und Aussen «zuhause zu sein».
Natürlich müssen alle Grundbedürfnisse wie Futter, Schlaf, Sicherheit und Gesundheit erfüllt sein. Doch wenn die sozialen Ressourcen nicht ausreichend abgedeckt sind, geht es Hunden emotional und körperlich schlecht.
 
Damit es unseren Tieren gut geht, ist es unverzichtbar, weiteren Ressourcen im Alltag grosse Beachtung zu schenken:
• Sinnvolle Beschäftigung wie Spaziergänge mit vielen Möglichkeiten der Umwelterkundung, Mitgestaltung des Hundealltages, Suchspiele oder andere Aufgaben, die Freude machen.
• Selbstwirksamkeit, indem der Hund seinen Schlafplatz oder Rückzugsort selbst auswählen darf und eigene Entscheidungen treffen kann.
• Rückzug und Ruhe, indem er über einen ungestörten Schlafplatz und einen sicheren Rückzugsort verfügt.
 
Achtsamer Umgang
Indem wir unsere eigenen Ressourcen erkennen und pflegen, schaffen wir die Basis dafür, auch die Ressourcen unserer Hunde bewusst wahrzunehmen und zu fördern. So entsteht ein Miteinander, das von Vertrauen, Sicherheit und gegenseitiger Wertschätzung getragen ist und in welchem Mensch und Hund gemeinsam wachsen können.
 
In diesem Sinne:
 

«Gemeinsam mit deinem Hund Ressourcen entdecken und stärken.» 

 
 
 
 
 
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