Hundepsychologische Verhaltensberaterin cumcane familiaris
Hundepsychologische Verhaltensberatung ccf (cumcane familiaris)
Meine Weiterbildung zur hundepsychologischen Verhaltensberaterin ccf ist an Ostern mit den Fallpräsentationen zu Ende gegangen. Gerne möchte ich euch kurz aufzeigen, was die Inhalte dieser neun intensiven Lernmonate waren.
Es gibt diverse Angebote auf dem kynologischen Weiterbildungsmarkt, die suggerieren, dass ganz viel praktisches Fachwissen vermittelt wird, die tatsächlich aber rein online vor dem Computer stattfinden. Da die Label oft sehr vielversprechend tönen, wie etwa tiermedizinische Verhaltensberatung oder ähnliches, ist es für Laien schwierig, das Spreu vom Weizen zu trennen und sich nicht von Etiketten blenden zu lassen. Es ist mir ein Anliegen, mich hier klar zu positionieren und abzugrenzen.
Im Folgenden gebe ich euch einen kurzen Überblick über die Inhalte und die Struktur meiner Weiterbildung
Mit Dr.rer.nat. Ute Blaschke-Berthold und Gerd Schreiber als HauptdozentInnen konnten wir von zwei Fachpersonen mit wissenschaftlich äusserst fundiertem Fachwissen und einer enormen Praxiskompetenz und Praxiserfahrung profitieren. Wissenschaft trifft Praxis. In allen Belangen. Im Fachbereich Kommunikation/Gesprächsführung und Präsentieren hat uns Anja Winter ihr Wissen aus der Erwachsenenbildung weitergegeben und war während der gesamten Ausbildungszeit für unsere Fragen und Anliegen immer präsent. Danke an dieser Stelle an das Ausbildungsteam.
Grundlage ist die Strategie der funktionale Verhaltensanalyse, welche durch empirische Forschung abgesichert ist. Kurz zusammengefasst geht es darum, Verhalten in seinem Kontext/Umwelt zu erfassen: Situation – Reaktion – Konsequenz (Antezedenz-Verhalten-Postzedenz). Wir schauen also die funktionale Beziehung von Verhalten und Umwelt an.
Auch dem Faktor Mensch wird in der Ausbildung mittels bewährten Methoden der Beratung und Gesprächsführung Beachtung geschenkt.
Die Durchführung fand vor Ort in mehrtägigen Blockseminaren statt und online via Zoom, mit ausführlichen Theoriesequenzen und entsprechenden Praxisaufgaben, die gefilmt und diskutiert wurden.
Wir waren in Lerngruppen, sogenannten Transfergruppen organisiert mit regelmässigen Treffen und Fallbesprechungen über die gesamte Ausbildungszeit. Im Weiteren gab es individuelle Lerncoachings mit den AusbildnerInnen zu ausgewählten Fragestellungen unserer Beratungsfälle.
Während der Ausbildungszeit mussten 4 Fachkompetenznachweise erarbeitet werden:
- Eine ausführliche Fallarbeit auf Grundlage der funktionalen Verhaltensanalyse
- Eine Lernreflexion über die gesamte Ausbildungszeit
- Die Dokumentation eines Beratungsgespräches auf Grundlage der lösungsorientierten Gesprächsführung
- Dokumentation der Transfergruppentreffen
Zudem wurden im Verlauf der Ausbildung diverse Trainingssequenzen gefilmt und analysiert. Das Filmen von Praxiseinheiten und anschliessender Besprechung via Zoom war immer ein wichtiger Teil der Onlineseminare. Das schuf sehr viel Praxisbezug, auch wenn wir nicht vor Ort waren.
Fundierte Vorkenntnisse sind grundlegend für die Zulassung zur Weiterbildung und für das Verständnis der Inhalte
Es war von Vorteil, schon einen grossen Wissenshintergrund in der Kynologie und einen breiten Erfahrungshintergrund beim Unterrichten zu haben. So konnte ich die neuen Lerninhalte wie auf einer Lernlandkarte direkt verknüpfen und in die Praxis transferieren.
Was nehme ich mit
Aus der Weiterbildung konnte ich sehr viel mitnehmen. Vor allem das ganz genaue Hinschauen und objektive Analysieren von Verhalten; das Achten auf kleinste Details in der Körpersprache der Hunde und der Menschen; das Anwenden zielgerichteter Interventionen sowie das objektive Auswerten, respektive Evaluieren einer Situation oder einer Beratung.
Fachlich kann ich die Weiterbildung uneingeschränkt weiterempfehlen.
Ich freue mich, Dich und Deinen Vierbeiner mit meinen erweiterten andragogischen und kynologischen Kompetenzen zu unterstützen.
In diesem Sinne:
«Immer wenn wir das Gefühl haben, genug zu wissen, tun sich neue Fragen auf, nach deren Antworten wir uns auf die Suche machen.»
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