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Wenn Hunde am Fahrrad hinterhergezerrt werden

Ein sonniger Morgenspaziergang

Auf unserem Morgenspaziergang in einer Talsenke geniessen Panda, Wendy und ich die Sonnenstrahlen nach einer regnerischen Woche. Von weitem nähert sich ein Mensch auf einem Fahrrad. An seiner Seite läuft ein Hund mit. Als sie näher kommen, erkenne ich einen sehr dicken Labrador, der an einer gestrafften Leine mehr oder weniger am Fahrrad mitgezogen wird. Immer wenn der Hund seine Nase kurz zum Schnüffeln auf den Boden senken möchte, wird er mit einem Ruck an der Leine weitergerissen. Der Labrador schafft es kaum, mit seinem fahrradfahrenden Menschen Schritt zu halten.

Ein Hund am Limit

Auf mein Rufen hin stoppt der Mensch auf dem Fahrrad. Sogleich lässt sich der Hund im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden plumpsen. Was genau mein Problem sei, fragt der Mensch. Es sei eher ein Problem seines Hundes, wenn er ihn am Halsband hängend durch die Gegend ziehe. Zudem sei sein Hund aktuell nicht in einer körperlichen Verfassung, sich schnell und ausdauernd zu bewegen.

Während wir da stehen, hechelt der Hund wie verrückt und kann sich kaum erholen. Er hat mindestens acht Kilo Übergewicht. Ich solle mich um meine eigenen Angelegenheiten kümmern, sagt der Mensch, steigt wieder auf sein Rad, und der Hund erhebt sich ächzend vom Boden und beeilt sich, den Anschluss nicht zu verpassen, um dem nächsten Leinenruck zu entgehen.

Am Fahrrad durch die Landschaft rennen

Ich frage mich, was ein Hund davon hat, am Fahrrad durch die Gegend zu rennen. Vermutlich gibt es sehr sportliche Exemplare, die bei hohem Tempo mithalten können. Möglicherweise gibt es lauffreudige Hunde, die diese Art von Bewegung schätzen. Nur habe ich noch nie Hunde gesehen, die von sich aus wie Marathonläufer kilometerweit gleichmässig neben einem Rad herlaufen. Sie bleiben stehen, schnüffeln, verweilen, lesen Spuren. Sie entscheiden selbst, wann sie schneller werden und wann sie Tempo herausnehmen.

Zwischen Beschäftigung und Egotrip

Solche Szenen wie heute sprechen eher für einen Egotrip des Menschen als für einen bedürfnisorientierten Spaziergang aus Hundesicht. Schnell mal den Hund bewegen, dann habe ich das erledigt. Es gibt diese Hunde auf Rollen, die man in der Spielzeugabteilung kaufen kann. Kinder ziehen sie hinter sich her. Vielleicht wäre das eine Alternative für Menschen, die keine Zeit finden, mit ihrem Hund entspannt unterwegs zu sein. Ein Hund ist kein Trainingsgerät, das man bei Bedarf aus dem Schrank holt. Ohne Rücksicht auf das Wohlbefinden eines anvertrauten Lebewesens.

In diesem Sinne:

«Beschäftigung misst sich nicht in Kilometern, sondern am Wohlbefinden des Hundes.»

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