Schleppleine nur mit Brustgeschirr – ja, aber…
Alle Jahre wieder beginnt mit dem Frühling auch die Leinenpflicht für unsere Hunde im Wald und in Waldnähe. Für Panda und Wendy heisst das, Brustgeschirr anziehen und Schleppleine dran befestigen. Das tönt einfach und logisch. Wäre es auch. Nur findet Panda das Brustgeschirr nur begrenzt toll. Die ersten Tage sind noch einigermassen gechillt, dann beginnt Panda Stresssymptome zu zeigen. Das fängt bereits an, wenn ich das Brustgeschirr in der Hand halte. Oder aus dem Auto nehme.
Es liegt nicht am Aufbau
Wenn du jetzt denkst, dass wir das Brustgeschirr nicht kleinschritt und achtsam aufgebaut haben, liegst du nicht richtig. Ich habe Videos gemacht, mehr als eine Aussensicht angefragt, Gegenkonditioniert und Perfektioniert. Zudem haben wir ziemlich alle Modelle getestet, die auf dem Markt zu finden sind. Gepolstert, gekreuzt, y- Form, H-Geschirre, schmale Gurten, breite Gurten.
Panda zeigt mir ein klares Bild
Panda ist sehr berührungssensitiv an der Körperoberfläche. Sowohl am Rücken wie auch an der Seite. Wenn etwas auf ihrem Rücken liegt, drückt sie diesen leicht nach unten weg. Und wenn ich die Gurten seitlich hochnehme, weicht sie aus.
Nach einer Woche Brustgeschirr tragen, hat Panda begonnen ein Stressmaul zu machen. Zuerst dachte ich, es sei ihr schlecht und habe bereits einen Tierarzttermin vereinbart für ein grosses Blutbild, steht sowieso wieder an. Urin haben wir in die Tierarztpraxis gebracht. Alles in Ordnung.
Meine Entscheidung steht fest
Nun habe ich beschlossen, das Brustgeschirr für Panda wegzulassen. Und die dünne Schleppleine am Halsband zu befestigen. Ich höre deinen Aufschrei. Und ich sehe Pandas Erleichterung. Sie kommt wunderbar klar mit dem Halsband und der leichten dünnen Leine. Sie steht nie drauf, bleibt im Radius und das Speicheln hat aufgehört. Kein Stressgesicht mehr, keine hängende Oberlippe. Kein durchgedrückter Rücken. Für Panda habe ich jetzt das Thema Brustgeschirr abgeschlossen.
Manche Lösungen sind unkonventionell
Für Panda und mich ist das die beste aller Lösungen. Ich war in der Zwischenzeit auch nicht mehr entspannt. Panda sollte doch ihre Draussenzeit geniessen können. Und der Spaziergang nicht überschattet sein durch dieses Brustgeschirr.
Wir haben zum Glück die Möglichkeit, das so zu praktizieren, weil Panda nie in die Leine hechtet. Sie weiss, wie lange die Leine ist, orientiert sich wunderbar daran. Ganz im Gegensatz zu all den Hunden, die am Halsband oder am Brustgeschirr ziehend und röchelnd durch die Landschaft gehen.
In diesem Sinne:
«Nicht jedes „richtig“ passt zu jedem Hund.»
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