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Tulpenfischen an der Thur

Was für ein wunderbarer Morgen. Ideal für einen morgendlichen Aufenthalt an der Thur. Wenig Leute unterwegs, trotz oder eher wegen dem Muttertag. Uns soll es recht sein. Wir geniessen den Privatstrand und beobachten Enten und anderes Getier.

Zwei Menschen mit Hund nähern sich
Nach einer Weile nähern sich zwei Menschen mit einem kleinen schwarzen Hund. Die haben eindeutig was vor, weil sie sich so zielstrebig aufs Wasser zubewegen. Die Menschen tragen je eine Tulpe in der Hand und der kleine Hund tippelt wichtig neben ihnen her. Am Ufer angekommen, verharren alle am Ort und richten ihre Aufmerksamkeit auf das fliessende Gewässer. Ihre roten Tulpen halten sie andächtig mit verschränkten Händen vor ihrer Brust.

Was die wohl vorhaben?
Mittlerweile haben auch meine Hundedamen ihre Buddelecke verlassen und schauen neugierig dem Trio zu. Etwas zu offensichtlich, wie ich finde. Zumal das Geschehen am Ufer einer kleinen Andacht ähnelt. Da wäre etwas mehr Diskretion meiner Hunde angesagt. Wenigstens hält sich Leela zurück mit Wuffeln. Das gibt ein grosses Plus auf ihrer Positivliste. Devi legt sich dann mal hin und Panda bringt sich in Späherposition. Sie lässt die Gruppe nicht aus den Augen. Als ob sie erahnen könnte, was da gleich passieren würde.

Und dann passiert das Vorhersehbare
Nach einigen Minuten der stillen Andacht geschieht das Vorhersehbare. Schliesslich nimmt man nicht zwei Tulpen zum Flussufer mit, um sie dort einzupflanzen oder wieder mit nach Hause zu tragen.
Mit einer ausladenden Armbewegung fliegt die erst Tulpe in die Thur. Der Fluss nimmt sie auf und trägt sie an der staunenden Panda vorbei. Die zweite Tulpe fliegt zu kurz und landet wieder auf dem Kies.
Pandas Hinterteil zuckt schon leicht. Zweiter Versuch ist angesagt: Die Wurfbewegung etwas zackiger, die Tulpe fliegt etwas schneller und platscht ganz leise im Wasser auf.

Das war für Panda dann doch zu viel
Ich war wohl etwas zu abgelenkt und etwas zu fasziniert von der ganzen Zeremonie und habe dadurch Panda ganz vergessen. Wie die Tulpe auf Pandas Höhe vorbeischwimmt, startet sie mit einem eleganten Satz ins Wasser. Ein zielgerichtetes Schnappen nach dem Stängel und schon paddelt sie mit der Tulpe im Fang freudig dem Ufer entgegen. Ein sehr schöner Wasserapport ohne die Beute zu schütteln.

Nun steh ich da mit der Tulpe in der Hand
Nun steh ich also da mit der etwas ramponierten Tulpe in der Hand und einem verlegenen Lächeln im Gesicht. Panda strahlt wie die Tulpenprinzessin persönlich. Die zwei Menschen und das schwarze Hündchen schauen etwas irritiert zu uns herüber, möchten die Tulpe aber nicht zurückhaben.

Ich ziehe es vor, mit den Hunden diese private Andacht zu verlassen. Aus dem Augenwinkel sehe ich noch, wie sie eine Kerze anzünden und das Hündchen uns mit seinen Glubschäuglein nachschaut. Gleich darauf wird es von seinen Menschen herzlich gestreichelt. Welche Geschichte die drei verbindet? Das werden wir wohl nie erfahren. Ich stelle mir vor, dass sie die Tulpen symbolisch ihren Müttern gewidmet haben.

 

In diesem Sinne:

«Auch ohne Tulpe im Fluss schicken wir allen Müttern dieser Welt ein grosses Danke mit.»

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